Die meisten Lieblinge entscheidet man nicht bewusst.
Irgendwann merkt man nur: man kauft seit Monaten denselben Kaffee. Nicht weil man getestet und verglichen hat. Sondern weil er einfach da ist, wenn man ihn braucht.
Das ist kein Zufall. Das ist ein Gefühl das sich wiederholt.
Was einen Kaffee nicht zum Lieblingskaffee macht
Nicht der Preis. Nicht das schönste Packaging. Nicht die längste Beschreibung auf der Rückseite.
Ein Lieblingskaffee entsteht nicht im Kopf. Er entsteht im Alltag.
Der erste Schluck am Morgen bevor der Tag anfängt. Die Pause nach einem langen Meeting. Der Moment auf dem Balkon wenn sonst noch alle schlafen. Irgendwann verbindet man den Kaffee mit dem Moment — und plötzlich will man beides.
Woran man es merkt
Man kauft ihn nach ohne groß nachzudenken. Man empfiehlt ihn weiter ohne gefragt zu werden. Man ist leicht irritiert wenn er nicht da ist.
Das ist ein Lieblingskaffee.
Freigeist Hubert ist bei vielen so ein Kaffee. Nicht weil er der aufregendste ist. Sondern weil er zuverlässig da ist: weich, schokoladig, vertraut. Der Kaffee der nicht auffällt weil er immer passt.
Rebellin Hilde ist anders. Sie fällt auf. Fruchtig, hell, eine leichte Überraschung im ersten Schluck. Manche trinken sie einmal und suchen sie danach wieder. Nicht weil sie sich das vorgenommen hätten. Sondern weil sie noch nicht vergessen haben wie sie geschmeckt hat.
Zwei verschiedene Wege zum selben Ergebnis.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum unsere Sorten Namen tragen. Weil man sich selten an Produktnummern erinnert. Aber oft an Menschen.
Drei Fragen
Kann man sich einen Lieblingskaffee suchen?
Eher nicht. Man kann ausprobieren — und dann aufmerksam sein welcher einem nicht aus dem Kopf geht.
Was wenn mir mehrere Sorten gefallen?
Dann hat man mehrere Lieblinge für verschiedene Momente. Das ist erlaubt.
Wo fange ich an?
Mit der Probierbox — ausprobieren und schauen welche bleibt.
Manche Kaffees trinkt man einmal. Andere kauft man einfach immer wieder nach.



